CFD Handel – Einführung Differenzkontrakt

Diese CFD Einführung / Erklärung bzw. CFDs Definition soll Ihnen einfach das Thema CFD Handel ein wenig näherbringen und die anfängliche Unsicherheit durch Wissen zu stärken. für ein einfaches Börseninstrument bringen.

CFD Definition

Die Kurzform CFD steht für „Contract for Difference“, was ins Deutsche ganz einfach übersetzt für Differenzkontrakt steht. Zugleich ist ein recht einfaches Börseninstrument.

Erfahrene Anleger wissen: Um Kapital effektiv zu vermehren, muss man nicht zwangsläufig in physische Produkte investieren. Wie wäre es beispielsweise, lediglich auf die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Verkaufspreis einer Ware zu spekulieren? Dabei muss es sich gar nicht um eine real vorhandene Ware handeln, die beschriebene Preisdifferenz ergibt sich auch bei Finanzinstrumenten wie Währungen, Aktien und anderen Wertpapieren. Diese realen und fiktiven Waren bezeichnet man auch als Basiswerte.

Es wird hierbei also nicht auf den Basiswert selbst spekuliert, sondern auf die beschriebene Differenz zwischen dem An- und Verkaufspreis. Das entsprechende Spekulationsprodukt nennt sich in der Finanzfachsprache CFD („Contract for Difference“) oder auf Deutsch ganz einfach übersetzt - Differenzkontrakt.

Eine kleine Geschichtsstunde

Ursprünglich wollte man durch die Erfindung der CFDs in Großbritannien in den 80er-Jahren die verhasste Stempelsteuer umgehen. Diese erhob man auf alle Transaktionen, die an der Londoner Börse gehandelt wurden. Mit den neuartigen CFDs war es jedoch erstmals möglich, Finanzprodukte auch außerhalb der Börse zu handeln, womit die Stempelsteuer ins Leere lief.

Der CFD Handel in Deutschland

In Deutschland werden CFDs immer noch in recht kleinem Rahmen gehandelt, was mitunter auch daran liegt, dass die Gewinne aus Differenzkontrakten der Abgeltungssteuer unterliegen. Der Anleger muss also seine Gewinne aus dem CFD-Handel mit einem Steuersatz in Höhe von pauschal 25 % versteuern. Hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag und - falls nötig - die Kirchensteuer. Achtung - Update: Die Bundesregierung plant zusätzliche und absurde Steuerregeln! Infos und Updates dazu finden Sie bspw. bei  GodmodeTrader.

CFDs und der große Hebel

Ein Umstand macht CFDs bei vielen Anlegern besonders interessant: Man kann hier mit einem relativ kleinen Einsatz große Werte handeln. Der Grund dafür ist die sogenannte Hebelwirkung. Diese ergibt sich aus dem Umstand, dass der Basiswert beim CFD-Handel nicht erworben werden muss, sondern lediglich auf ihn spekuliert wird. Dadurch reicht es aus, eine Sicherheitsleistung – auch Margin genannt – für die jeweilige Transaktion zu hinterlegen, die aber nicht dem tatsächlichen Wert des Basiswertes entsprechen muss. So lassen sich beim CFD-Handel Hebelwerte von bis zu 100:1 erzielen, was bedeutet, dass der Trader mit einem relativ kleinen Einsatz große Kapitalsummen handeln kann.

Allerdings muss man diesbezüglich auch die Schattenseiten sehen. Auch die Verluste können sich durch den Einsatz eines Hebels deutlich vergrößern. Viele Anfänger machen den Fehler, den Handel mit CFDs zu unterschätzen. Durch seine einfache Funktionsweise trauen sich auch völlig unerfahrene Anleger in diesen Markt, nicht selten werden sie jedoch bitter enttäuscht. Fakt ist: der Handel mit CFDs ist relativ einfach strukturiert, trotzdem ist er keineswegs für Anfänger geeignet. Es sind sowohl eine große Portion Erfahrung als auch ein entsprechender finanzieller Hintergrund erforderlich.

Damit auch Sie nicht zu blauäugig an den Handel mit CFDs herangehen, haben wir auf dieser Webseite die wichtigsten Informationen, Tipps und Ratschläge für Sie zusammengestellt. Selbstverständlich kann dieser kleine Ratgeber keineswegs die jahrelange Erfahrung eines Anlegers am Finanzmarkt ersetzen. Er soll daher nur als kleine Einführung mit den entsprechenden Basisinfos verstanden werden.

Wie handelt man einen CFD?

Der Handel mit CFDs kann grundsätzlich aus zwei verschiedenen Positionen heraus betrieben werden. Genauer gesagt: der Anleger kann sowohl als Käufer als auch als Verkäufer eines CFD fungieren. Begibt er sich in die Position des Käufers, so spricht man dabei auch von einer „Long Position“, während der Verkäufer eines CFDs die „Short Position“ einnimmt. Mehr dazu später.

Welche Werte gibt es bei den CFDs?

Zunächst muss man sich darüber klar werden, auf welchen Basiswert beim Kauf eines CFD spekuliert werden soll. Grundsätzlich gibt es hier keinerlei Beschränkungen, es kann jeder physisch oder virtuell vorhandene Basiswert herangezogen werden. So eignen sich beispielsweise Aktien, Rohstoffe, Derivate, Optionen und vieles mehr als Grundlage für den Handel mit CFDs.

Nichtsdestotrotz haben sich einige Finanzprodukte inzwischen als Basiswerte für CFDs einen Namen gemacht und somit durchgesetzt. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Aktien von Unternehmen, die in den Top-Indizes der Börsen vertreten sind.

Auch auf die Entwicklung von Währungen wird oftmals mittels CFDs spekuliert, hier sind es vor allen Dingen die weltweit verbreiteten Währungen wie US-Dollar, Euro oder das Britische Pfund, welche als Basiswerte genutzt werden.

Rohstoffe und Edelmetalle bilden die dritte große Gruppe, die bei CFD-Händlern äußerst beliebt ist. Insbesondere die rasante Entwicklung des Goldpreises in den letzten Jahren bietet diesbezüglich vielfältige Möglichkeiten. Bei Rohstoffen kann es sich um beliebige Waren handeln, z. B. Lebensmittel wie Kaffee, Getreide, Orangensaft oder Ähnliches, aber auch Holz, Öl etc.

Will man in den Handel mit CFDs einsteigen, sollte man sich zunächst ausgiebig mit diesem Thema befassen und insbesondere die Grundlagen verinnerlichen. Wir empfehlen, ersteinmal  in einem CFD Demokonto zur üben! Dazu gehört auch, genau zu wissen, wie der Handel mit einem CFD abläuft. Am besten lässt sich dies an einem kleinen Beispiel erklären.

Beispiel CFD-Handel mit Gold

CFD Definition Handel mit Gold - Erklärung
CFD Definition Handel mit Gold - Erklärung

Es wird angenommen, dass Gold als Basiswert für den folgenden CFD-Handel ausgewählt wurde. Grundsätzlich hat der Anleger beim Goldkauf zwei Möglichkeiten. Er kann das Gold in physischer Form kaufen und zu einem späteren Zeitpunkt - im Idealfall mit einem Gewinn - wieder verkaufen. Beim Handel mit CFDs allerdings wird kein physisches Gold gekauft, sondern ein Kontrakt aufgesetzt, der den Goldpreis zu einem bestimmten Zeitpunkt als grundlegendes Element beinhaltet.

Nehmen wir an, es soll insgesamt ein Betrag von 10.000 Euro in Gold-CFDs investiert werden. In diesem Fall müssen aber nicht die betreffenden 10.000 Euro für den Goldkauf aufgebracht werden, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung in Höhe von beispielsweise 5%. Das entspricht bei einem Anlagewert von 10.000 Euro einer Summe von 500 Euro. Der Anleger investiert also lediglich 500 Euro und spekuliert damit auf einen Goldwert in Höhe von insgesamt 10.000 Euro.

Die Entwicklung des Goldpreises muss nun abgewartet werden. Steigt der Preis wie erhofft, erhält der Anleger seine Sicherheitsleistung zurückgezahlt und bekommt darüber hinaus den aus seinem CFD resultierenden Gewinn. Tritt dieser Fall allerdings nicht ein und es ergibt sich über die Haltedauer ein Verlust, so wird dieser mit der vom Anleger hinterlegten Sicherheitsleistung zunächst verrechnet. Reicht diese nicht aus, um den Verlust zu decken,  muss der Anleger auch den Rest übernehmen.

Man sieht: Die Chancen hinsichtlich Gewinn und Verlust gleichen beim CFD-Handel denen des Basiswertes - lediglich durch den Umstand, dass dieser Basiswert nicht erworben, sondern lediglich in Form einer Sicherheitsleistung hinterlegt wird, ergibt sich anschließend ein Verlustrisiko.

Ein großer Vorteil für den Anleger ist jedoch, dass es beim Handel mit CFDs keine festgelegte Haltedauer gibt. Der Anleger kann also grundsätzlich das Geschäft so lange offenhalten, wie er möchte. So entsteht nicht die Notwendigkeit, das Finanzprodukt in einer äußerst ungünstigsten Phase aufgrund der begrenzten Haltedauer zwangsläufig verkaufen zu müssen.

CFD: Vor- und Nachteile

Die wichtigsten Vorteile beim Handel mit CFDs dürften sich aus den vergangenen Artikeln bereits deutlich herauskristallisiert haben. Der Anleger hat hiermit die Möglichkeit, auf relativ große Bestände eines Basiswertes zu spekulieren, ohne dafür zwangsweise diese Bestände kaufen zu müssen. Das Kapital wird also ausschließlich dafür investiert, auf die Entwicklung des Preises eines Wertes zu spekulieren, nicht für dessen Kauf. Grundsätzlich ist der Kauf des Basiswertes nicht notwendig, um von der entsprechenden Preisentwicklung zu profitieren. Der CFD als Finanzprodukt nutzt diesen Umstand bestmöglich aus und macht es damit den Anlegern so leicht wie möglich.

Im Detail - CFDs

Wie man bereits sehen konnte, können mithilfe von CFDs Basiswerte in Dimensionen gehandelt werden, deren Höhe die Möglichkeiten jedes normalen Kleinanlegers weit übersteigt. Möglich macht das die Hebelwirkung, welche beim Handel mit CFDs entsteht. So muss für jeden Kauf lediglich die Sicherheitsleistung, welche in der Regel zwischen drei und zehn Prozent des Basiswertes beträgt, beim zuständigen Broker hinterlegt werden. Diese Sicherheitsleistung bezeichnet man auch als Margin. So wird es dem Anleger möglich, auch große Basiswerte mit lediglich kleinem Kapitaleinsatz zu handeln.

Ein weiterer Vorteil von CFDs ist ihre große Flexibilität. Sie lassen sich sowohl an steigende als auch an fallende Kurse anpassen. Soll beispielsweise der fallende Kurs einen Gewinn bringen, so begibt sich der Anleger in die Short Position, er tritt also als Verkäufer der CFDs auf. In diesem Fall verkauft er seine CFDs, spekuliert dann auf fallende Kurse und kauft diese zu einem späteren Zeitpunkt - möglichst zu einem günstigeren Preis - wieder zurück. Aus der Differenz der beiden Preise ergibt sich dann der Gewinn.

Ein zusätzlicher Vorteil von CFDs wurde bereits beschrieben: es gibt für diese Finanzinstrumente keine Laufzeitbegrenzung. Die Position kann also so lange, wie der Anleger möchte, offen gehalten werden. Er gerät damit nicht unter Druck, sein Finanzprodukt in einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen.

Wer sich beim Kauf anderer Finanzprodukte schon immer an den lästigen Ordergebühren gestört hat, für den dürfte ebenfalls der Handel mit CFDs äußerst interessant sein. Außer beim Kauf von CFDs, die auf Aktien basieren, gibt es keinerlei sonstige Ordergebühren. Dies gilt beispielsweise bei der Investition in Basiswerte wie Währungen, Indizes oder Rohstoffe. Doch auch beim Handel mit Aktien-CFDs sind die Ordergebühren – im Vergleich zu anderen Finanzinstrumenten - äußerst gering angesetzt.

CFD - die Wunderwaffe?

Das hört sich alles zunächst wunderbar an, so dass man meinen könnte, der Handel mit CFDs berge keinerlei Nachteile und Risiken. Dem ist natürlich nicht so. Man sollte es tunlichst unterlassen, mit CFDs zu handeln, wenn man nicht die entsprechenden Risiken kennt. Auch über diese möchten wir Sie hier aufklären.

Eine alte Weisheit an den Finanzmärkten lautet: „Handele nur mit Geld, das dir auch wirklich gehört“. Beim Handel mit CFDs kommt diese allerdings nicht zum Tragen, da hier immer mit Kapital spekuliert wird, das dem Anleger nicht gehört. Möglich macht das die Hebelwirkung. Lediglich die Sicherheitsleistung, die der Anleger hinterlegt, entstammt wirklich seinem Kapital. Wird allerdings ein Verlust erwirtschaftet, so muss dieser sehr wohl vom Anleger getragen werden. Das bedeutet: das Verlustrisiko beim Handel mit CFDs gleicht dem anderer Finanzprodukte. Die Tatsache, dass hierbei der Basiswert nicht erworben werden muss, sondern lediglich eine Sicherheitsleistung hinterlegt wird, ändert daran rein gar nichts.

Wichtig (und nicht nur für CFDs): Man sollte vernünftig bleiben und trotz der ausnutzbaren Hebelwirkung immer nur mit einem Kapitalbetrag handeln, den man auch bei einen Komplettverlust ohne Probleme selbst hinzuschießen kann.

Als einen weiteren Nachteil sehen Experten den Umstand an, dass beim Handel mit CFDs  die Einlagen des Anlegers nicht durch einen entsprechenden Einlagensicherungsfonds abgesichert sind. Der Grund: Es handelt sich dabei nicht um physische Werte, wie es beispielsweise beim Ankauf von Aktien, Rohstoffen oder Edelmetallen in klassischer Form der Fall wäre.

Für den Anleger kann sich aus diesem Umstand ein zusätzliches Risiko ergeben. Wird sein Broker insolvent, kann er nicht darauf hoffen, dass der Totalverlust seines Kapitals durch einen Einlagensicherungsfonds aufgefangen wird. Es ist daher anzuraten, nach Möglichkeit einen großen und bekannten Broker für den CFD-Handel auszuwählen.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Selbstverständlich bleibt das Kursrisiko beim Handel mit CFDs das gleiche, als wenn der Anleger in den Basiswert in physischer Form investieren würde. Man sollte als Anleger daher also nicht nur die Eigenheiten des CFD-Handels kennen, sondern generell über einige Erfahrung im Handel beliebiger Produkte an den Finanzmärkten verfügen. Wer beispielsweise in Aktien als Basiswert investiert, sollte sich mit diesem Thema schon möglichst ausgiebig beschäftigt haben.

CFDs vs. Optionsscheine

Wer die individuellen Eigenschaften von CFDs und Optionsscheinen vergleicht, wird zunächst etliche Gemeinsamkeiten feststellen. Dabei existieren die Optionsscheine schon wesentlich länger und sind nicht, wie die CFDs, aus einer Not heraus geboren (in diesem Fall das Umgehen der lästigen Stempelsteuer).

Gemeinsamkeiten Optionsschein & CFD

Sowohl bei CFDs als auch bei Optionsscheinen handelt es sich um derivative Finanzprodukte, sie gehören also der Gruppe der Derivate an. Darüber hinaus beziehen sich beide Produkte auf einen nahezu frei wählbaren Basiswert, seien es Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen. Durch den Umstand, dass der Basiswert zum Zweck der Anlage nicht in physischer Form erworben werden muss, lässt sich mit beiden Produkten eine entsprechende Hebelwirkung erzielen.

Auch hinsichtlich der Risiken und Verlustwahrscheinlichkeiten gibt es durchaus eklatante Gemeinsamkeiten zwischen CFDs und Optionsscheinen. Durch die Hebelwirkung lässt sich ein mitunter sehr großer Kapitalbetrag mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Einsatz bewegen. Dadurch ergibt sich allerdings auch ein entsprechendes Risiko. Der Anleger kann weitaus mehr Kapital verlieren, als es in Relationen zu dem angelegten Kapitalbetrag steht.

Etwas weiter betrachtet

Schaut man sich jedoch die Größe des erzielbaren Hebels an, so beginnen die Gemeinsamkeiten zwischen CFD und Optionsschein langsam auseinander zu gehen. Die Sicherheitsleistung (auch Margin genannt), die beim Handel von CFDs hinterlegt werden muss, beträgt lediglich zwischen drei und zehn Prozent vom Basiswert. Das bedeutet, dass auch im ungünstigsten Fall ein Kapitalbetrag durch den Einsatz dieser Sicherheitsleistung gehandelt werden kann, der mindestens zehnmal so hoch wie die Sicherheitsleistung ist. Ein Beispiel: Mit einem Einsatz von 10.000 Euro lässt sich hierbei also ein Mindestbetrag von 100.000 Euro handeln.

Etwas anders sieht es bei Optionsscheinen aus. Zwar ist auch hier ein Hebel erreichbar, jedoch fällt dieser sehr viel geringer aus, als bei den CFDs. Der Hebel beim Handel mit Optionsscheinen ergibt sich aus der Restlaufzeit sowie dem aktuellen Kurs, den der Basiswert zum Zeitpunkt des Handels aufweist. Dieser Kurs muss nun wiederum in Relation zu dem Basispreis gesetzt werden, der im Optionsschein verbrieft ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: es ergibt sich durch diese Vorgehensweise ein erreichbarer Hebel, der eine Größenordnung von 3-15 aufweist. Das bedeutet: Selbst im günstigsten Fall kann der Anleger beim Handel mit Optionsscheinen nur den 15-fachen Wert seines Kapitals handeln. Im Vergleich dazu sind die erreichbaren Hebel beim Handel mit CFDs wesentlich größer. Das Verhältnis 1:100 ist hier schon fast normal, in Einzelfällen kann sogar ein Hebel von bis zu 1:400 eingesetzt werden.

Das Ganze wirkt zunächst so, als ob sich durch den wesentlich größeren Hebel beim Handel mit CFDs auch ein größeres Verlustrisiko ergibt. Das sieht jedoch nur theoretisch so aus, faktisch gibt es kaum einen Unterschied hinsichtlich des Verlustrisikos beider Finanzprodukte.

Der wohl größte Unterschied

Ein großer Unterschied zwischen beiden Finanzprodukte besteht allerdings darin, dass der Optionsschein einen festen Fälligkeitstermin aufweist, während ein CFD beliebig lange offen gehalten werden kann. Beim Optionsschein besteht damit die Möglichkeit, dass dieser bis zu seinem Fälligkeitstermin noch an Wert gewinnen kann. Wird allerdings der CFD geschlossen, kann er einen zwischenzeitlich erlittenen Wertverlust nicht wieder aufholen und der Anleger hat dieses Kapital vollständig verloren.

Voraussetzungen und Eigenschaften zum Handel mit CFDs

Viele Anleger sind wie elektrisiert, wenn sie zum ersten Mal von CFDs hören. Es kursieren Geschichten im Internet und in der realen Welt, wo von schnellem Reichtum über Nacht die Rede ist. Kein Wunder: die Medien stürzen sich auf die wenigen Storys, bei denen Anleger durch den Handel mit CFDs über Nacht den großen Gewinn gemacht haben. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass diese Berichterstattungen nur ein völlig verzerrtes Bild der Realität wiedergeben.

Fakt ist, dass der Handel mit CFDs mit genauso vielen Risiken und Fallstricken verbunden ist, wie jede andere Kapitalanlage auch. Und nicht nur das: durch den teils extremen Hebel, der beim Handeln entsteht, ist das Verlustrisiko in vielen Fällen sogar noch wesentlich größer.

Man könnte daher meinen, die Anleger zunächst etwas vor sich selbst schützen zu müssen. Daher auch die hier aufgezählten Voraussetzungen zum Handel mit CFDs, die zwar in keinem Gesetz festgeschrieben sind, welche sich aber trotzdem jeder Anleger zu Herzen nehmen und sie befolgen sollte. Andernfalls ist ein schneller Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern er wird sogar mit recht hoher Wahrscheinlichkeit in der Anfangsphase irgendwann eintreten.

Das wichtigste beim CFD Traden

Das Wichtigste beim Handel mit CFDs ist, sich zunächst die nötige Erfahrung anzueignen. Diese Erfahrung beinhaltet sowohl die nötigen Fachkenntnisse als auch eine entsprechende Zahl von Transaktionen, welche bereits zur Übung durchgeführt wurden. Zu diesem Zweck bieten viele Broker heute die Möglichkeit, Übungskonten (Demokonto) zu eröffnen, mit denen der Handel mit CFDs ohne den Einsatz echten Kapitals trainiert werden kann. Diese Möglichkeit sollten Sie unbedingt nutzen und sich selbst die nötige Zeit für das Training geben.

CFD Definition u. Erklärung: Ruhe bewahren beim handeln!
CFD Definition u. Erklärung: Ruhe bewahren beim handeln!

Grundsätzlich ist der Markt für CFDs äußerst schnelllebig. Er verleitet daher viele Anleger dazu, kopflose Entscheidungen zu treffen, die sie hinterher teilweise bitter bereuen. Es ist wie beim Glücksspiel: je schneller sich die Kugel im Roulettekessel dreht, desto nervöser und gieriger werden die Spieler, und desto öfter wird auf reine Bauchentscheidungen gesetzt.

Daher lautet einer der wichtigsten Tipps beim Handel mit CFDs: Ruhe bewahren. Es gibt auch in diesem Bereich nicht "die einmalige" Chance, welche Sie unbedingt wahrnehmen müssen. Im Gegenteil: durch die Schnelligkeit des Marktes werden sich immer wieder neue Gelegenheiten auftun, es ist also überhaupt kein Problem, wenn Sie einmal ein vermeintlich gutes Geschäft verpasst haben.

Wie startet man in den Handel mit CFDs?

Wie die meisten Finanzprodukte werden auch CFDs heute fast ausschließlich über das Internet gehandelt. Es besteht zwar noch die Möglichkeit, diese Finanzprodukte auch schriftlich, per Telefon oder Fax zu handeln, allerdings bieten das nur noch die wenigsten Broker in der heutigen Zeit an. Außerdem ist ein solcher Handel mit erhöhten Kosten und größerem Aufwand für den Trader (also Sie) verbunden.

Die Wahl sollte also auf einen Online Broker fallen, der den CFD-Handel in sein Sortiment aufgenommen hat. Die modernen Broker im Internet stellen heute ausgereifte Plattformen zur Verfügung, die dem Kunden über das bereits erwähnte Übungskonto hinaus auch zahlreiche Softwareprogramme und Hilfefunktionen zur Verfügung stellen. Für Anfänger ist ein solches Angebot ideal, er kann sich damit langsam in den Handel mit CFDs einarbeiten und durch die Übungsmöglichkeiten entsprechende Erfahrungen sammeln.

CFD Demokonto

Zum Handel anmelden können Sie sich, indem sie ein Trading-Konto bei dem von Ihnen ausgewählten Broker eröffnen. Wie bereits erwähnt, sollte es sich dabei zunächst um ein CFD Demokonto handeln. Haben Sie mit diesem ausreichend Erfahrungen gesammelt, kann das Übungskonto in der Regel durch wenige Mausklicks in ein echtes Trading-Konto umgewandelt werden. Achtung: einige Broker verlangen hierfür eine gewisse Mindesteinlage an Kapital. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Betrag von 2.500 Euro oder auch 5.000 Euro handeln.

Sie sollten nach Möglichkeit schon ganz am Anfang klären, welche Mindesteinlage Ihr favorisierter Broker fordert. Ist Sie Ihnen zu hoch, sollten Sie gleich einen anderen Broker wählen. Durch den immer härteren Konkurrenzkampf der Broker untereinander sinken die Mindesteinlagen jedoch immer weiter, einige verlangen sogar inzwischen überhaupt keinen solchen Mindestbetrag mehr.

Ist die Mindesteinlage auf dem Konto verbucht, erhält der Kunde in der Regel die Daten für seinen Zugang und kann ab sofort mit CFDs uneingeschränkt handeln. Dabei sollte man zunächst mit kleinen Hebelbeträgen beginnen, um etwas mehr Sicherheit im Handel zu bekommen. Das gilt übrigens auch für Anleger, die den Handel mit CFDs vorher bereits ausführlich über ihr Übungskonto trainiert haben. Zwar ist dies eine gute Möglichkeit, jedoch ist der Handel mit echtem Kapital immer etwas anderes.

CFD Stopp Loss

Ein äußerst wichtiger Tipp beim Handel mit CFDs ist, bei jedem Trade die nötigen Stop Loss Limits zu setzen. Dadurch vermeiden Sie, dass der Kapitalverlust in einer ungünstigen Phase irgendwann aus dem Ruder läuft und der Anleger dies gar nicht bemerkt. Mit einem Stop Loss Limit wird der Trade automatisch beim Über- oder Unterschreiten einer festgelegten Grenze abgebrochen.